Es gibt – glaube ich – wenige Dinge, die sich in meiner Firma (immerhin ein Großunternehmen) schneller rumgesprochen haben als meine Elternzeit. Ältere Kollegen bedauerten, dass es das früher noch nicht gab, jüngere, dass ihr Kind inzwischen zu alt sei. Wildfremde Kollegen fragten mich nach bürokratischen Details („und: können Sie den Dienstwagen behalten?“).
Heute übergebe ich meine Aufgaben komplett. Telefon umgestellt. eMail Abwesenheitsnotiz aktiviert. Und schon läuft hier alles ohne mich. Dabei war ich doch in meinem Mikrokosmos bisher unersetzbar. Komisches Gefühl.
Eine Kollegin muntert mich auf: zwei Monate sind doch nichts. Die meisten Projekte könnten doch eh solange warten.
Mike erklärt mir noch schnell, dass der Büroalltag ja auch vor Verwahrlosung schützt. („Das geht ganz schnell.“)